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Doktor Eisenbarth

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Sprachen:

  • Deutsch: Bärlauch, Ramsen
  • Englisch: Bear’s Garlic
  • Italienisch: Aglio Orsino, Erba Orsino
  • Französisch: Ail Sauvage
  • Ungarisch: Medvehogyma

Der Bärlauch gehört zu den ersten Frühlingspflanzen. Er liebt Buchenwälder und feuchte Gräben und profitiert von der Frühlingssonne, lange bevor die Buchen ihr hellgrünes Blätterkleid entfalten.

So ist er für Mensch und Tier nach einem langen Winter das erste ersehnte Grün und Chlorophyll. Weil die Natur praktisch denkt, gibt sie uns auch gleich ein erstklassiges Mittel für den Frühlingsputz in unserem Körper, in die Hand.

Wer Bärlauch und Knoblauch nicht gerne hat, sollte das als Strafe Gottes ansehen.

Bärlauch ist ein sehr gutes Heilmittel bei Arterienverkalkung (Arteriosklerose) auch im fortgeschrittenen Stadium. Bei erhöhtem Blutdruck, bei Madenwürmern und bei Leberleiden ist Bärlauch sehr zu empfehlen. Er ist ein vorzügliches Reinigungsmittel für Magen und Darm. Pfarrer Künzle schrieb über den Bärlauch: „wohl kein Kraut der Erde ist so wirksam zur Reinigung von Magen, Gedärmen und Blut wie der Bärlauch. Ewig kränkelnde Leute, mit Flechten, Eissen und Ausschlägen versehen, die Unterentwickelten, Bleichsüchtigen und Magersüchtigen sollten den Bärlauch verehren als Gold! Die jungen Leute würden aufblühen wie Rosenspalier und aufgehen wie Tannzapfen an der Sonne.“

Jüngste Forschungen haben ergeben, dass Bärlauch Schwermetalle, welche sich im Körper ablagern, ausscheidet (Blei, Quecksilber/Amalgam, u.A.).

Als Heilmittel und Lebensmittel hat der Bärlauch seine Aufmerksamkeit zurück erobert und nach einer Pause, Einzug in die zeitgenössische Küche gehalten. Da man den Bärlauch schlecht trocknen kann, hat sich die Konservierung als Pesto mit Öl und Salz bewährt, abgeschaut von der Italienischen Küche.

Bärlauch darf man nicht kochen, denn dadurch verliert er alles, was ihn wertvoll macht. Frisch aus dem Wald, als Salatbeigabe oder in einer Quarksauce ist Bärlauch am besten.

Bärlauchspaghetti (Menu 1)

  • Bärlauchpesto
  • Spaghetti
  • Rahm
  • Reibkäse (nicht Emmentaler)

Kochen Sie Spaghetti, so wie Sie es immer tun. Geben Sie das Bärlauchpesto in eine kleine Schüssel, giessen Sie Rahm dazu, soviel wie Sie mögen. Mischen Sie zusammen und würzen wenn nötig nach mit Salz. Stellen Sie nun Spaghetti, Bärlauchsauce und Reibkäse auf den Tisch. Jeder schöpft selber nach Lust und Schärfe! Ein Gedicht!
Dazu gibt es Salat und einen guten Rotwein

Bärlauchspätzli für 2 Personen

  • 450g Vollkornmehl
  • 1 dl lauwarme Milch
  • 3 Eier
  • 2 EL Bärlauchpaste
  • Butter

Das Mehl in eine Schüssel geben und in der Mitte eine Vertiefung eindrücken. Die Milch, die aufgeschlagenen Eier und die Bärlauchpaste hineingeben und mit dem Mehl verrühren. Wenn nötig etwas Wasser beigeben. Den dickflüssigen Teig tüchtig schlagen, bis er Blasen wirft. Anschliessend durch ein Spätzlesieb in siedendes Salzwasser streichen. Sobald die Spätzle obenauf schwimmen, herausnehmen und in kaltem Wasser sofort abkühlen, dann abtropfen lassen. Vor dem servieren kurz mit Butter anbraten.

Dazu gibt es Fleisch, Gemüse, Salat

Wein: Rot; Rioja aus Spanien oder Weiss; Furmint, halbtrocken (Tokay Ungarn)

Pizzateig mit Bärlauch

Machen Sie mal selber Pizzateig! Nehmen Sie einen Würfel frische Hefe und lösen diese in einer kleinen Schale mit etwas warmem Wasser auf. Geben Sie ein 1Kg Mehl und eine Priese Salz in eine Schüssel und mischen Sie die Hefe dazu. Nun geben Sie auch ein oder zwei Suppenlöffel Bärlauchpesto dazu und kneten mit etwas Wasser einen schönen Teig. Dieser Teig, mit Liebe geknetet, wird in einer Stunde aufgehen und Sie können mit allem was Sie im Kühlschrank noch finden eine Pizza komponieren. Oh, das wird wunderbar schmecken! Wenn Sie nicht allen Pizzateig aufbrauchen, so formen Sie den Rest zu einer Kugel und backen damit ein Bärlauchbrot.